Platinum Hundefutter Alternative: So findest du das passende Futter
Eine gute Platinum Hundefutter Alternative ersetzt nicht die Marke, sondern das, was dir an ihr wichtig war: den hohen Frischfleischanteil, die kurze Zutatenliste, die weiche Konsistenz oder die Verträglichkeit. Welcher dieser Punkte dein eigentlicher Wechselgrund ist, entscheidet, welches Futter 2026 zu deinem Hund passt. Dieser Ratgeber ordnet die vier Platinum-Sorten sachlich ein und zeigt dir die Kriterien, die beim Wechsel wirklich zählen.
Das Wichtigste zusammengefasst:
- Vier Adult-Sorten: Platinum führt in der Trockennahrung Adult Chicken, Adult Beef, Adult Lamb und Adult Iberico, jeweils zusätzlich als Mini-Variante für Hunde bis 10 kg.
- Getreide: Adult Chicken enthält Bruchreis und Mais, Adult Lamb enthält Bruchreis. Adult Beef und Adult Iberico kommen mit Kartoffeln aus (Herstellerdeklaration, Stand Juli 2026).
- Zweite Eiweißquelle: In der Zusammensetzung von Adult Beef, Lamb und Iberico ist neben der Hauptfleischsorte zusätzlich Fisch aufgeführt (platinum.com, Stand 15.07.2026).
- Konsistenz: Mit 19,0 % Restfeuchte gehört Platinum zur halbfeuchten Kategorie. Klassisches Trockenfutter liegt deutlich darunter, ist also härter und trockener.
- Fleischanteil: Die 70 % beziehen sich auf das Gewicht vor dem Garen und Trocknen. Für Adult Iberico deklariert der Hersteller 23,0 % Rohprotein bei 19,0 % Feuchtigkeit.
- Häufigste Futtermittelallergene beim Hund: Rind, Milchprodukte, Huhn und Weizen (Mueller et al. 2016). Das trifft drei der vier Platinum-Geschmacksrichtungen.
- HEY HOLY Standard: Alle acht rassenspezifischen Trockenfutter-Linien sind Monoprotein und 100 % getreidefrei, dazu kommt Sensitive mit Pferd als einziger Proteinquelle.
Warum Halter:innen eine Alternative zu Platinum suchen
In Foren und Beratungsgesprächen tauchen vier Wechselgründe immer wieder auf: der Preis, eine nachlassende Futterakzeptanz, Verdauungs- oder Hautprobleme und der Wunsch nach Abwechslung im Napf. Entscheidend ist, welcher davon auf dich zutrifft: Jeder dieser Gründe führt zu einer anderen Alternative, und wer den falschen ersetzt, sucht in ein paar Monaten wieder.
Fangen wir mit dem an, was Platinum gut macht, denn das gehört zu einer fairen Einordnung dazu. Der Hersteller deklariert vollständig und offen, benennt jede Zutat einzeln statt in Sammelkategorien wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" und lässt den Frischfleischanteil regelmäßig von der ELAB Analytik GmbH prüfen. Das ist ein hoher Transparenzstandard. Wer wechselt, sollte ihn nicht unterschreiten.
Ein Grund, der in Hundeforen immer wieder auftaucht, ist die Akzeptanz. Viele Halter:innen berichten, dass ihr Hund die weichen Stückchen anfangs verschlingt und sie nach einigen Monaten liegen lässt. Das ist kein Marken-, sondern ein Struktur-Thema: Ein Futter mit 19,0 % Restfeuchte riecht intensiver als ein trockenes Extrudat, und genau dieser Reiz nutzt sich bei manchen Hunden ab.
Bleiben Verträglichkeit und Preis. Beide lassen sich mit einem Blick auf die Zutatenliste beziehungsweise auf den Preis pro Tagesration klären, und beide sehen wir uns gleich genauer an. Vorher aber der wichtigste Rat für jeden Markenwechsel überhaupt.
Platinum im Faktencheck: die vier Adult-Sorten
Platinum bietet in der Trockennahrung vier Adult-Sorten an: Chicken, Beef, Lamb und Iberico, jeweils zusätzlich in einer Mini-Version mit rund 10 mm statt 15 mm großen Stückchen für Hunde bis 10 kg. Alle vier werden mit demselben Verfahren zubereitet, unterscheiden sich in der Zusammensetzung aber deutlich. Genau diese Unterschiede gehen im Markennamen unter.
Die folgende Übersicht gibt ausschließlich die Herstellerangaben unter „Zusammensetzung" auf platinum.com wieder, abgerufen am 15. Juli 2026. Sie bewertet nichts, sie stellt nur nebeneinander, was dort jeweils aufgeführt ist. Rezepturen können sich ändern, ein Blick auf die aktuelle Packung lohnt sich also immer.
| Adult-Sorte | Kohlenhydratquelle | Tierische Proteinquellen | Getreidefrei? |
|---|---|---|---|
| Adult Chicken | Bruchreis, Mais | Hähnchen (70 %) | nein |
| Adult Beef | Kartoffeln, Erbsen, Linsen | Rind (70 %), Fisch | ja |
| Adult Lamb | Bruchreis | Lamm (70 %), Fisch | nein |
| Adult Iberico | Kartoffeln | Iberisches Schwein (70 %), Fisch | ja |
Daraus ergibt sich eine Beobachtung, die für viele Suchende der eigentliche Grund für den Wechsel ist: Nach dieser Deklaration kombiniert keine der vier Sorten Getreidefreiheit mit einer einzigen aufgeführten tierischen Eiweißquelle. Adult Chicken ist die einzige Sorte, in deren Zusammensetzung kein Fisch steht, enthält dafür aber Bruchreis und Mais. In den drei übrigen Sorten ist Fisch als Zutat aufgeführt, sie sind damit kein Monoprotein-Futter, auch wenn die Verpackung eine einzelne Fleischsorte in den Vordergrund stellt. Wer eine getreidefreie Ernährung mit einer einzigen Eiweißquelle sucht, findet sie in dieser Auswahl nicht.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Design-Entscheidung: Fisch liefert Omega-3-Fettsäuren, und Reis gilt als gut verdauliche Kohlenhydratquelle. Für einen Hund ohne Unverträglichkeiten spielt beides keine Rolle. Für einen Hund mit Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit dagegen schon, denn dort zählt jede zusätzliche Proteinquelle.
Was „70 % Frischfleisch" wirklich bedeutet
Ein Frischfleischanteil von 70 % bezieht sich auf das Gewicht der Zutat zum Zeitpunkt der Rezeptur, also vor dem Garen und Trocknen. Frisches Fleisch besteht größtenteils aus Wasser. Was davon im fertigen Futter ankommt, steht nicht auf der Vorderseite, sondern hinten in den analytischen Bestandteilen. Diese Rechenlogik gilt für jede Marke, die mit Frischfleisch wirbt, nicht nur für Platinum.
Der Grund liegt im Futtermittelrecht. Nach dem FEDIAF Code of Good Labelling Practice (2019) werden Einzelfuttermittel unter „Zusammensetzung" absteigend nach Gewicht gelistet. Eine frische, wasserreiche Zutat steht damit fast automatisch vorn, eine getrocknete Zutat weiter hinten, obwohl sie im fertigen Produkt am Ende mehr Substanz beisteuern kann. Legal, üblich, und für Laien schwer zu durchschauen.
Konkret wird es bei den analytischen Bestandteilen. Für Adult Iberico deklariert Platinum 23,0 % Rohprotein bei 19,0 % Feuchtigkeit. Rohprotein wird immer im Zustand „wie gefüttert" angegeben, also inklusive Wasser. Rechnest du die Feuchtigkeit heraus, entspricht das rund 28 % Rohprotein in der Trockensubstanz.
Genau deshalb funktionieren Protein-Vergleiche zwischen zwei Marken über die Verpackung meistens nicht. Solange die Feuchtigkeit unter 14 % liegt, muss sie gar nicht deklariert werden, und dann fehlt dir die Zahl, die du zum Umrechnen bräuchtest. Wer ein halbfeuchtes Futter mit einem klassischen Trockenfutter vergleicht, ohne die Feuchtigkeit herauszurechnen, vergleicht schlicht zwei verschiedene Dinge. Wir nennen dir deshalb hier bewusst keine Gegenüberstellung, sondern die Rechenlogik, mit der du sie selbst anstellen kannst.
Die Zahlen sagen nicht, dass ein Futter besser ist als das andere. Sie sagen etwas anderes, und das ist der eigentliche Punkt: Die Prozentzahl auf der Vorderseite erlaubt keinen Rückschluss auf das, was im Napf landet. Ob ein Futter gut ist, hängt an der Verdaulichkeit, am Aminosäureprofil und daran, ob es den Bedarf deines Hundes deckt. Genau dafür gibt es die FEDIAF Nutritional Guidelines (2025), den europäischen Referenzrahmen für Alleinfuttermittel. Der Maßstab ist dort die Nährstoffversorgung je Lebensphase, nicht der Fleischanteil.
Für dich heißt das: Nutze den Frischfleischanteil als Hinweis auf die Rohstoffqualität, nicht als Qualitätsnote. Und vergleiche Futtersorten über den Preis pro Tagesration statt über den Kilopreis. Wie viel dein Hund tatsächlich braucht, rechnet dir unser Futterrechner aus.
Wenn Unverträglichkeiten der Wechselgrund sind
Bei Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit ist die Reihenfolge entscheidend: erst tierärztliche Abklärung, dann eine strukturierte Eliminationsdiät, dann die dauerhafte Umstellung. Wer stattdessen einfach die Marke wechselt und hofft, verliert Wochen und weiß am Ende nicht, woran es lag.
Welche Zutaten überhaupt in Frage kommen, ist gut untersucht. Die Übersichtsarbeit von Mueller, Olivry und Prélaud (2016, BMC Veterinary Research) wertete die verfügbare Evidenz zu futterbedingten Hautreaktionen aus. Ergebnis: Die wahrscheinlichsten Auslöser beim Hund sind Rind, Milchprodukte, Huhn und Weizen. Legst du diese Liste neben die Platinum-Geschmacksrichtungen, decken Chicken, Beef und Lamb drei der vier häufig genannten Kandidaten ab, wobei Lamm in derselben Arbeit ebenfalls auftaucht. Adult Iberico mit Schwein ist die Ausnahme, enthält aber zusätzlich Fisch.
Genau hier liegt der Denkfehler, den wir in der Praxis am häufigsten sehen: Ein „hochwertiges" Futter ist nicht automatisch ein verträgliches Futter. Für die Ausschlussdiät zählt nicht die Qualität, sondern die Neuheit des Proteins. Entscheidend ist, was dein Hund noch nie gefressen hat. Pferd, Wild und Ente gelten als seltener allergen, schlicht weil sie seltener im Napf landen. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zu sensitivem Hundefutter.
Für diesen Fall haben wir eine eigene Rezeptur entwickelt. Sensitive ist das rassenübergreifende Spezialfutter von HEY HOLY: bewusst kurze Zutatenliste, Pferd als einzige tierische Proteinquelle, Süßkartoffel als Kohlenhydrat und Flohsamenschalen, die eine gute Kotkonsistenz fördern können. Eine Ausschlussdiät besprichst du trotzdem immer mit deiner Tierarztpraxis, denn sie funktioniert nur, wenn wirklich nichts anderes gefüttert wird, auch keine Leckerlis.
Sensitive Trockenfutter
- Pferd als einzige tierische Proteinquelle: ein Eiweiß, das in Hundefutter nur selten eingesetzt wird
- 100 % getreidefrei mit Süßkartoffel, dazu Flohsamenschalen und präbiotische Ballaststoffe für die Verdauung
- 30 Tage Geld-zurück-Garantie: Mag oder verträgt dein Hund es nicht, erstatten wir den vollen Kaufpreis
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Die 5 Kriterien für eine gute Platinum-Alternative
Eine passende Alternative erkennst du an fünf Punkten: einer vollständigen Deklaration, einer klaren Proteinlogik, einer nachvollziehbaren Kohlenhydratquelle, der Passung zu deinem Hund und einer realistischen Umstellbarkeit. Preis und Konsistenz kommen danach, nicht davor. Diese Reihenfolge ist entscheidend, weil sie dich vor dem zweiten Fehlkauf schützt.
- Offene Deklaration: Jede Zutat einzeln benannt, mit Prozentangabe bei der Hauptzutat. Sammelbegriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" oder „Getreide" sind zwar erlaubt, machen die Rezeptur aber unprüfbar. Das ist der Standard, den Platinum setzt, und den solltest du beim Wechsel halten.
- Eine tierische Proteinquelle: Monoprotein heißt: eine Fleischsorte, sonst keine. Kein „und Fisch", kein Nebensatz. Nur so weißt du im Zweifelsfall, worauf dein Hund reagiert.
- Kohlenhydrate, die du kennst: Kartoffel, Süßkartoffel oder Erbse statt Weizen. Weizen zählt laut Mueller et al. (2016) zu den vier häufigsten Auslösern beim Hund.
- Passung statt Einheitsgröße: Ein 4 kg schwerer Chihuahua und eine 60 kg schwere Dogge haben unterschiedliche Energiedichten, Gelenkbelastungen und Krankheitsrisiken. Ein Futter, das für beide gleich gut sein soll, ist ein Kompromiss.
- Umstellbarkeit: Gibt es kleine Gebinde oder Proben? Gibt es eine Geld-zurück-Regelung, falls dein Hund das Futter ablehnt? Ohne diese beiden Punkte ist jeder Markenwechsel ein teures Glücksspiel.
Halbfeucht oder klassisches Trockenfutter?
Wenn die weiche Konsistenz dein Wechselgrund ist, suchst du streng genommen keine andere Marke, sondern eine andere Produktkategorie. Mit 19,0 % Restfeuchte liegt Platinum im halbfeuchten Bereich, klassisches extrudiertes Trockenfutter liegt deutlich darunter. Das ist ehrlicherweise der Punkt, an dem wir dir sagen müssen: HEY HOLY ist kein Halbfeuchtfutter. Wer genau diese kaubar-weichen Stückchen sucht, muss in dieser Kategorie weitersuchen.
In der Praxis geht es aber selten um die Feuchte an sich, sondern um das, was sie bewirkt: mehr Geruch, weniger Kauarbeit, bessere Akzeptanz. Diese Effekte bekommst du auch anders. Trockenfutter lässt sich mit etwas lauwarmem Wasser anfeuchten, und ein Löffel Nassfutter derselben Linie darübergerührt hebt den Geruch spürbar an. Für kleine Hunde gibt es bei uns zusätzlich ein Softfutter. Wenn dein Hund alte Zähne hat oder schlecht kaut, ist das Anfeuchten ohnehin sinnvoll, unabhängig von der Marke.
Rassenspezifisch oder ein Rezept für alle?
Hier trennen sich die beiden Philosophien am deutlichsten. Platinum beantwortet die Frage nach rassenspezifischer Nahrung in der eigenen FAQ selbst und verneint sie: Jeder Hund stamme vom Wolf ab, deshalb sei eine Rezeptur konzipiert, die vom Chihuahua bis zur Dogge alle Rassen gleichermaßen versorgt. Die vier Sorten unterscheiden sich im Geschmack, nicht im Konzept.
HEY HOLY setzt genau gegenteilig an. Jede unserer acht Trockenfutter-Linien ist auf die Bedürfnisse einer Rassengruppe zugeschnitten: Beautiful Bulldogs, das getreidefreie Trockenfutter mit Lachs für Französische und Englische Bulldoggen und Möpse. Ravishing Retrievers mit Lamm für Labrador, Golden Retriever und Verwandte. Shine-Bright Shepherds mit Ente für Schäferhund-Rassen. Marvelous Minis mit Forelle für kleine Rassen wie Chihuahua, Havaneser oder Yorkshire Terrier. Alle Linien sind Monoprotein und 100 % getreidefrei. Einheitsbrei kommt uns nicht in den Napf.
Beide Ansätze haben ein Argument. Der Verdauungstrakt aller Hunde folgt tatsächlich demselben Bauplan, das ist unstrittig. Nur unterscheiden sich Rassen messbar in Energiebedarf, Körperbau und Krankheitsprädispositionen. Eine Französische Bulldogge neigt zu Hautfaltenentzündungen und einem empfindlichen Magen, ein Labrador zu Gelenkproblemen und Übergewicht. Beides lässt sich über die Rezeptur adressieren, wenn man will. Was das im Detail bedeutet, erklären wir in unserem Ratgeber zu rassenspezifischem Hundefutter und auf unserer Wissenschafts-Seite.
Ehrlich bleibt: Ob dein Hund ein rassenspezifisches Futter braucht, hängt von ihm ab. Ein gesunder Mischling ohne Beschwerden fährt mit vielen guten Alleinfuttermitteln gut. Je klarer die Prädisposition, desto größer der Unterschied. Viele rassetypische Beschwerden lassen sich über die Fütterung beeinflussen, deshalb schaut das Tierärztinnen-Team von HEY HOLY bei jeder Rezeptur zuerst auf die typischen Schwachstellen der jeweiligen Rassengruppe.
So gelingt der Wechsel ohne Magen-Darm-Ärger
Stelle das Futter schrittweise über mindestens eine Woche um, indem du den Anteil des neuen Futters täglich erhöhst. Genau das empfiehlt die Tierärztin und Ernährungsspezialistin Deborah E. Linder von der Cummings School of Veterinary Medicine at Tufts University: mindestens eine Woche, bei empfindlichen Tieren auch 4 bis 6 Wochen.
Ein Detail solltest du dabei kennen, weil es beim Wechsel weg von Platinum relevant wird. Der Hersteller empfiehlt für die Umstellung auf die eigene Trockennahrung ausdrücklich einen sofortigen Wechsel ohne Übergangsphase und rät vom Mischen mit anderem Trockenfutter ab, begründet mit der unterschiedlichen Verdaulichkeit. Für den umgekehrten Weg, also von Platinum auf ein klassisches Trockenfutter, gilt der tierärztliche Standard: langsam. Wir empfehlen bei HEY HOLY 2 bis 3 Wochen.
Der Ablauf ist simpel. Tag 1 bis 3: etwa 25 % neues Futter, 75 % altes. Tag 4 bis 7: halbe halbe. Danach 75 %, zum Schluss 100 %. Wird der Kot weicher, bleibst du beim letzten Verhältnis, das funktioniert hat, und gehst erst weiter, wenn sich alles beruhigt hat. Bei anhaltendem Durchfall, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit brichst du ab und rufst in der Tierarztpraxis an. Alle Schritte im Detail findest du in unserem Guide zur Futterumstellung beim Hund. Geduld zahlt sich aus.
Und ein letzter praktischer Hinweis: Rechne die Menge neu aus, statt die alte Grammzahl zu übernehmen. Futtersorten unterscheiden sich in der Energiedichte, und wer eins zu eins umrechnet, füttert schnell zu viel oder zu wenig.
FAQ
Ist Platinum Hundefutter getreidefrei?
Nicht durchgängig. Nach der Zusammensetzung auf platinum.com (abgerufen am 15.07.2026) sind Adult Beef und Adult Iberico getreidefrei und nutzen Kartoffeln als Kohlenhydratquelle. Adult Chicken enthält Bruchreis und gentechnikfreien Mais, Adult Lamb enthält Bruchreis. Wenn Getreidefreiheit dein Kriterium ist, lohnt der Blick auf die konkrete Sorte statt auf die Marke.
Warum ist Platinum Hundefutter so teuer?
Preise setzt jeder Hersteller selbst, von außen lässt sich das nicht abschließend beurteilen. Als Faustregel gilt: Frischfleisch ist als Rohstoff teurer als Fleischmehl, und schonende Garverfahren kosten Zeit und Energie. Vergleiche deshalb über den Preis pro Tagesration statt über den Kilopreis, denn die empfohlenen Futtermengen unterscheiden sich je nach Energiedichte deutlich.
Was ist halbfeuchtes Hundefutter?
Halbfeuchtes Hundefutter liegt zwischen Trocken- und Nassfutter. Platinum deklariert für seine Trockennahrung 19,0 % Feuchtigkeit, klassisches extrudiertes Trockenfutter liegt deutlich darunter. Die Stückchen sind dadurch weich und lassen sich zerbrechen, riechen intensiver und werden oft besser angenommen. Dafür ist die Kategorie deutlich schmaler besetzt als klassisches Trockenfutter.
Kann ich Platinum mit einem anderen Futter mischen?
Der Hersteller rät ausdrücklich davon ab, seine Trockennahrung dauerhaft mit anderem Trockenfutter zu mischen, und begründet das mit der unterschiedlichen Verdaulichkeit. Für die zeitlich begrenzte Umstellungsphase auf ein neues Futter ist das schrittweise Mischen dagegen der tiermedizinische Standard. Dauerhaftes Mischen zweier Alleinfuttermittel ist ohnehin selten sinnvoll, weil du die Nährstoffversorgung nicht mehr sauber steuerst.
Mein Hund frisst Platinum plötzlich nicht mehr, was tun?
Kläre zuerst medizinische Ursachen ab. Zahnschmerzen, Übelkeit oder Fieber sehen von außen aus wie Mäkeligkeit. Ist dein Hund gesund, hilft oft schon Struktur: feste Fütterungszeiten, Napf nach 15 Minuten wegnehmen, keine Leckerlis zwischendurch. Erst wenn beides nichts bringt, ist ein Wechsel der Rezeptur sinnvoll. Eine Futterprobe klärt die Akzeptanz, bevor du einen großen Sack kaufst.
Ist ein hoher Fleischanteil automatisch besser?
Nein. Der Fleischanteil beschreibt die Rohstoffauswahl, nicht die Nährstoffversorgung. Die FEDIAF Nutritional Guidelines bewerten ein Alleinfuttermittel danach, ob es den Bedarf je Lebensphase deckt. Entscheidend sind Verdaulichkeit, Aminosäureprofil und die Balance der Mineralstoffe. Ein hoher Fleischanteil ist ein gutes Zeichen, aber kein Ersatz für den Blick auf die analytischen Bestandteile.
Welche Alternative passt, wenn mein Hund Platinum gut vertragen hat?
Dann ist die Verträglichkeit nicht dein Problem und du hast freie Wahl. Achte darauf, den Deklarationsstandard zu halten: alle Zutaten einzeln benannt, Prozentangabe bei der Hauptzutat. Danach entscheidet, was zu deinem Hund passt: Rasse, Alter, Gewicht und Aktivität. Genau dafür gibt es unser Futter-Quiz.
In 2 Minuten zum Ergebnis
Welches Futter passt zu deinem Hund?
Beim Markenwechsel entscheiden Rasse, Alter, Gewicht und Verträglichkeit darüber, was wirklich passt. Finde in 2 Minuten heraus, welche Rezeptur zu deinem Hund gehört, statt es mit dem nächsten Sack auszuprobieren.
Jetzt Quiz startenUnser Fazit
- Bevor du eine Platinum Hundefutter Alternative suchst, kläre deinen echten Wechselgrund: Preis, Akzeptanz, Verträglichkeit oder Konsistenz. Jeder führt woanders hin.
- Platinum deklariert offen und vollständig. Diesen Standard solltest du beim Wechsel nicht unterschreiten, egal für welche Marke du dich entscheidest.
- Die vier Adult-Sorten unterscheiden sich deutlich: Laut Zusammensetzung enthalten Chicken und Lamb Getreide, bei Beef, Lamb und Iberico ist zusätzlich Fisch aufgeführt.
- 70 % Frischfleisch beziehen sich auf das Gewicht vor dem Trocknen. Im Adult Iberico deklariert der Hersteller 23,0 % Rohprotein bei 19,0 % Feuchtigkeit, also rund 28 % in der Trockensubstanz.
- Geht es um Unverträglichkeiten, zählt nicht Qualität, sondern ein neues Protein. Rind, Milchprodukte, Huhn und Weizen sind laut Mueller et al. (2016) die häufigsten Auslöser.
- Suchst du die halbfeuchte Konsistenz, suchst du eine Produktkategorie, keine Marke. Da sind wir raus, und das sagen wir dir lieber vorher.
- Stelle über mindestens eine Woche um, bei empfindlichen Hunden über 2 bis 3 Wochen. Und rechne die Futtermenge neu aus.
- Wenn dein Hund gut vertragen hat, was er bisher bekam, entscheidet die Passung. Deine Hunderasse. Dein Futter. 🐾
Über die Autorin
Helena Bröring-Veith, Med. Vet. ist Tierärztin im HEY HOLY Team. Sie hat an der Tierärztlichen Hochschule Hannover studiert und mehrere Jahre in einer AniCura-Klinik praktiziert. Bei HEY HOLY begleitet sie als fachliche Reviewerin alle Inhalte rund um Tiergesundheit und Ernährung. Wissenschaftlich beraten wird HEY HOLY zusätzlich von Prof. Dr. Zentek (Lehrstuhl Tierernährung, FU Berlin).
